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Eine stimmige Philosophie


22.08.2011

Die über 100 Akteure der Naturbühne haben allen Grund, stolz zu sein. Dies war den Worten des Vorsitzenden des Vereins Naturbühne Trebgast, Siegfried Küspert, zum Saisonabschluss am Sonntag zu entnehmen. „Die Leidenszeit des Alleinseins für Ehepartner und Lebensgefährten ist mit dem heutigen Tag vorbei. Danke für euer großes Verständnis, das ihr für eure an dieser Bühne spielenden und arbeitenden Partner aufbringt.“ Damit begann Vorsitzender Siegfried Küspert nach dem Schlussapplaus der letzten Vorstellung von „Jim Knopf“ seinen Rückblick auf die zu Ende gegangene Spielzeit: „Die Naturbühne Trebgast trotzt mit Qualität und Spielfreude dem schlechten Wetter.“

Persönliches Dankeschön

Wie wichtig ihm seine Aktiven auf und hinter der Bühne sind und welchen großen Respekt er ihnen für ihre herausragenden Leistungen und ihr Durchhaltevermögen zollte, äußerte der Vorsitzende dadurch, dass er in seinem Dank alle namentlich erwähnte: 63 Spielerinnen und Spieler vor und 45 Aktive hinter den Kulissen sind in der Tat eine stattliche Liste von Akteuren. Es ist immerhin die Hälfte der Vereinsmitglieder.

Siegfried Küspert vergaß auch diejenigen nicht, die durch ihr finanzielles Engagement einen gesicherten Ablauf des Theaterbetriebs ermöglichen, allen voran der Landkreis mit Landrat Klaus Peter Söllner und die Sponsoren mit Alois Dechant an der Spitze.

Tolle Inszenierungen habe es gegeben, durch die sich die Zuschauer oft zu Begeisterungsstürmen hinreißen ließen. „Mit diesen Inszenierungen brauchen wir uns vor keinem anderen Theater verstecken. Ich bin mir sicher, dass sie auch auf kommende Spielzeiten ausstrahlen werden“, richtete Küspert seinen Dank an die Regisseure Anja Dechant-Sundby, Wolfgang Krebs, Jürgen Peter, Michal Sykora und die Assistentinnen Inge Peter und Doris Stein. „Wir sind ein Team und dieses Team hat in diesem Jahr eine fantastische Leistung abgeliefert.“

Mit der Stückeauswahl habe man den Nerv der Zuschauer getroffen und viele neue begeisterte Besucher gewonnen, sagte der Vorsitzende der Bühne weiter. Küspert verwies auf die gelungene Mischung der Stücke. „Damit liegen wir genau richtig. Diese Philosophie sollten und werden wir nicht verändern.“

Küspert gab auch einen Ausblick auf die Theaterstücke, die 2012 aufgeführt werden: Als Klassiker wird zu sehen sein „Ein Sommernachtstraum“ von William Shakespeare, als Volksstück „Unkraut“ von Fitzgerald Kusz, als Kinderstück „Pippi Langstrumpf“ von Astrid Lindgren und als besonderes Stück „Arsen und Spitzenhäubchen“.

Veränderungen wird es in der Regie geben: Während Jürgen Peter und Michal Sykora auch 2012 in Trebgast tätig sein werden, wird Wolfgang Krebs auf eigenen Wunsch hin nicht mehr zur Verfügung stehen. Anja Dechant-Sundby wird 2012 in ihrer Mutterrolle gefordert sein. Sie erwartet ihr zweites Kind.

Der Protektor der Bühne, Landrat Klaus Peter Söllner, sprach von einer tollen Saison. Der Landkreis Kulmbach werde zu „seiner“ Bühne stehen und alles tun, damit sie sich weiterentwickele. Das könne man als Sicherheit für die nächsten Jahre annehmen. „Was ihr als Amateure auf die Bühne gebracht habt, war professionell. Das ist nicht nur so hingesprochen, das ist Realität“, war Söllner voll des Lobes. „Ihr seid Botschafter unseres Landkreises Kulmbach. Die Naturbühne ist eines unserer großen kulturellen Aushängeschilder, wenn nicht das größte überhaupt, und darauf sind wir stolz. Die Bühne steht nicht nur bei mir, sondern bei allen Repräsentanten des Landkreises ganz hoch im Kurs.“ Wer sich engagieren will, kann sich unter www.naturbuehne-trebgast.de im Internet bewerben.

Nordbayerischer Kurier, 17. August 2011

 
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