Naturbühne Trebgast im Zeitraffer der Geschichte

Der heutige Verein Naturbühne Trebgast e.V. ging aus dem ehemaligen Verkehrs- und Verschönerungsverein Trebgast hervor und dieser wurde am 30. Mai 1892 durch den Trebgaster Pfarrer Benker gegründet.

Bereits im Jahre 1894 wurde die sogenannte Wehlitzer Leite für damalige 250 Reichsmark aus der Grimm‘schen Konkursmasse, als aufgelassener Sandsteinbruch durch den Verein erworben. Von nun an wurde der Wehlitzer Berg als Trebgaster Festplatz genutzt.

Die Wirren des 2. Weltkrieges ließen die Aktivitäten des Verkehrs- und Verschönerungsvereins zum Erliegen kommen. Aber bereits 1948 kam es zur Neugründung und zur Wiederbelebung dieses Platzes am Wehlitzer Berg. Weiteres Gelände rund um den Steinbruch wurde erworben.

Die gesamte Anlage konnte nur über einen Fußweg, dem sogenannten Hangweg, von der Kirche her erreicht werden. Dieser Weg wurde 1954 beleuchtet, damit die Theaterbesucher, denn ab 1953 fanden die ersten Abendvorstellungen statt, sicheren Fußes zurück nach Trebgast kommen konnten.

Im selben Jahr wurde das Bühnengelände an die gemeindliche Wasserversorgung angeschlossen.

Eine Zufahrt mit dem Auto zur Bühne war erst ab 1966 möglich, denn zu diesem Zeitpunkt wurde ein befestigter Weg angelegt.

Um die Fahrzeuge, der immer mehr werdenden Zuschauer unterzubringen, erfolgte der Bau eines eigenen Großparkplatzes am Rande der heutigen Kreisstrasse. Dies ermöglichte die damalige Geschäftsführerin Erika Potzel, die diese Fläche der Naturbühne in einem großzügigen Erbe vermachte.

Der Weg vom Verkehrs- und Verschönerungsverein zum heutigen Naturbühne Trebgast e.V. begann eigentlich schon am 21.09.1953, denn zu diesem Zeitpunkt wurde laut Protokollbuch eine eigene Spielgruppe beschlossen.

1955 wird das Theater eine eigene juristische Körperschaft und der Verein wurde in Kultur- und Verschönerungsverein Trebgast umbenannt.

1967 bekam dieser Verein seinen jetzt noch gültigen Namen, Naturbühne Trebgast e.V.

Hierzu wurde von Kunstmaler Georg Holl ein Logo entworfen, das 1971 vom damaligen 1. Vorsitzenden Fritz Heublein neugestaltet wurde und heute noch in allen Publikationen auf die Naturbühne Trebgast hinweist.

Ab dem Jahre 1952 veränderte sich das Gelände in und um die Bühne fast jährlich.

Wo 1952 noch ein kleiner Waldsee den Grund des Steinbruches bildete, kam dort bereits im Jahre 1953 das Stück Genoveva zur Aufführung.

Die Zuschauer saßen bis 1957 ungeschützt im Freien. 1958 wurde die erste Überdachung errichtet, damals noch ein Holzgerüst mit einer Zeltplanenüberspannung.

1965 wurde dieser primitive Wetterschutz durch eine moderne Stahlkonstruktion mit Eternitdach ersetzt und eine feste Bestuhlung installiert.

1996 konnte der Zuschauerraum, so wie er sich derzeit präsentiert, eingeweiht werden. Eine Konstruktion, wie sie ihresgleichen sucht und den Zuschauer vor den Ungebilden des Wetters gänzlich schützt.

Zuschauerraum Naturbühne Trebgast

Auch unsere Gastronomie und alle Funktionalgebäude wurden im Laufe der Zeit ständig vergrößert und verbessert und so wurde aus einer ehemaligen Holzhütte und einem Felsenkeller, über einem kleinen Vereinsheim mit Schankstätte, das heutige wunderschöne Bauensemble, das sich in die herrliche Naturkulisse einfügt und den Beschauer immer wieder in Staunen versetzt.

Die Naturbühne Trebgast hat sich in der Zeit ihres Bestehens zu einem künstlerischen Kleinod entwickelt und nennt sich vollkommen berechtigt die schönste Amateurnaturbühne Deutschlands. Auf ihr wird seit 1953 ohne eine einzige Unterbrechung Theater gespielt. Das Trebgaster Amateurensemble hat sich einen Namen gemacht und ist aus der oberfränkischen Kulturszene nicht mehr wegzudenken. Die Naturbühne Trebgast wurde mit dem Kulturpreis des Landkreises Kulmbach und der Oberfrankenstiftung, sowie mit dem 1. Amateurtheaterpreis Bayerns ausgezeichnet

Jedes Jahr pilgern Zehntausende zu den Sommerspielen auf den geschichtsträchtigen Wehlitzer Berg, wo sie durch das wunderschöne Ambiente der Bühnenanlage, einer guten Gastronomie und hervorragender Schauspielkunst verwöhnt werden.

Für unsere Naturbühne suchen wir auch weiterhin:

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