Jedermann

Das Spiel vom „Jedermann“ hat ohne Zweifel durch Berlin und Salzburg Weltruf erlangt. Es steht immer wieder im Mittelpunkt vieler berühmter Freilichtbühnen. Der Dichter fand seine Anregung in einem alten englischen Märchen aus dem 15. Jahrhundert, wozu er selbst schreibt: „Die englische Fassung kam mir vor Jahren in die Hände. Der Eindruck war rein und groß, die Lust unbedingt, dieses Werk dem deutschen Repertorium einzuverleiben., in einem gedachten, idealen, dramaturgischen Verhältnis, ich welchem sich jeder mit dem Theater verknüpfte Dichter zeitweilig fühlen mag.“
Hugo von Hoffmannsthal schuf bereits mit seinem Jugendwerk „Der Tor und der Tod“, obwohl dem Grundmotiv des Todes gleichbleibend, ein Gegenstück zu seinem „Jedermannn“, denn der grübelnde Tod verlebte in einer unglücklichen Jagd nach dem Glück asketisch ein Leben, um erst im Angesicht des Todes die wahre Lebensrealität zu erkennen. Dem Jedermann ist es dagegen vergönnt, als ihm erbarmungslos die Todesstunde inmitten seiner vollsten Lebensblüte schlägt, doch noch bereuend, erkennend und glaubensgestärkt den Weg zu Gott zu finden.

Regie: Friedrich Dauscher

weiblich
Spielansagerin Ingeborg Schmitt-Fetscher
Jedermann Mutter Helene Bauer
Schuldknechts Weib Isolde Pühlhorn
Buhlschaft Ursula Fiolka
Werke Ingeborg Schmitt-Fetscher
Glaube Erna Walter

männlich
Gott der Herr Alfred Küspert
Tod Georg Schöttler
Teufel Erwin Fischer
Jedermann Friedrich Dauscher
Guter Gesell Ernst Jurkat
Hausvogt Karl Popp
Koch Martin Häfner
Armer Nachbar Helmut Reinert
Schuldknecht Emil Vogler
Dicker Vetter Konrad Hübner
Dünner Vetter Berthold Meisel