Der schwarze Hannibal

Wenn ein preisgekröntes Mutterschwein unter seinem Nachwuchs auch muntere, gestreifte Frischlinge hat, so muss wohl in der Vorgeschichte zu diesem „freudigen Ereignis“ irgendetwas faul sein. Und so ist es dann auch in der Jagd- und Wilddiebkomödie „Der schwarze Hannibal“ des Volksdichters Karl Bunje. Und der brave Förster in dem lebensnahen Stück hat alle Mühe, Licht in die dunkle Geschichte von den nächtlichen Streifzügen eines zahmen Wildebers, wildernde Bauern und eines verliebten Paares zu bringen. Die Lösung wird schließlich von einem harmlos scheinenden Botaniker herbeigeführt und ist verblüffend, aber – wie sollte es auch in einem Lustspiel anders sein – glücklich und heiter.

Regie: Wolfgang Rostock