Aschenputtel

Seit Jahren spielt die Trebgaster Naturbühne auch für Kinder. Die Märchenspiele erfreuen sich eines guten Rufs und eines beachtlichen Zuspruchs des Publikums. Mit Liebe und Sorgfalt werden die Stücke ausgewählt und realisiert. Trotzdem ist auch Trebgast in die Schusslinie der ideologischen Märchendiskussion geraten – weil es eben Märchen spielt. Und das Märchen wird heute von so genannten Progressiven im Bereich der Pädagogik oder des Theaters angegriffen. Man verlangt umweltbezogenes Theater für Kinder, Theaterstücke, die mithelfen, dem Kinde die Bewältigung seiner Umwelt zu ermöglichen. Gegen diese Forderung haben wir nichts. Sie sollte überall da, wo es möglich ist, mit ganzem Ernst verwirklicht werden. Aber es sollte bei allem bedacht werden, dass das Leben gerade des Kindes nicht nur von seiner Umwelt, sondern auch von seiner Inwelt bestimmt wird. Solles die Umwelt bewältigen, so muss es ebenso lernen, die Inwelt zu gestalten, soll sie über der Bildung der Intelligenz nicht verschüttet werden. Die Fantasie des Kindes anzuregen, ihm neben der Realität auch die Bereiche des Magischen zu erschließen, sollte die Aufgabe der Erziehung sein. Man spricht in der Psychologie ja gerade vom magischen Alter (6. Bis 8. Lebensjahr). Hier treten für das Kind Probleme auf, die der Erwachsene längst vergessen hat. Mit dem Märchenspiel vom „Aschenputtel“ wollen wir helfen diese Probleme zu lösen.

Regie: Karlheinz Komm