Faust

Die „Urfaust“-Fassung sind ja nur einige Szenen, die der damals junge Goethe in seiner Sturm- und Drangzeit zwischen 1773 und 1775 entworfen hatte, obschon die Konzeption des gesamten Faustwerkes für ihn festlag, jedoch erst in den folgenden Jahrzehnten, bis 1831 niedergeschrieben worden ist. Um die Fragmente des „Urfaust“ zu einem ganzen Theaterstück werden zu lassen, wurden einige Szenen aus Faust I dazu genommen und nur wenige Textstellen geändert, um eine textliche und dramatische Einheit zu gewährleisten. Im Urfaust fehlt die Einführung des Mephisto gänzlich. Den Osterspaziergang wurde fragmentarisch übernommen; Monolog des Faust, Begegnung mit dem jungen Volk, Ostertanz des jungen Volkes und dann die Episode mit dem Pudel, sowie den Dialog zwischen Mephisto und Faust in der Studierstube und deren anschließender Pakt. Von dort werden wir in Auerbachs Keller geführt Die Gretchentragödie ist im Urfaust bereits vollständig enthalten. Auch Valentins Tod wurde aus dem Faust I herangezogen, um die Gesamtheit des Stoffes im Gerüst der Fragmente zusammenzufassen; darum der gewählte Titel: FAUST in ursprünglicher Gestalt. Die Naturbühne in Trebgast ist für die szenische Lösung dieses Handlungsablaufes sehr geeignet, vor allem da die Natur ein Hauptmitspieler ist.

Regie: Toni Graschberger