Der Diener zweier Herren

Der Diener zweier Herren Goldonis Stücke sind, wie die kaum eines anderen Bühnengenies der Wellliteratur, Partituren in Worten, deren vollen Klang erst der Regisseur und der Schauspieler auf der Bühne zu entfalten vermögen. Dies gilt in hohem Maße auch für die Komödie „Der Diener zweier Herren“, entstanden 1743 in Pisa, wo Goldoni für drei Jahre als Advokat tätig war. Mitten in der Bearbeitung eines schwierigen Kriminalprozesses erreicht ihn ein Brief des damals berühmten Arlecchino-Darstellers Antonio Sacchi, der ein neues Stück von ihm erbat. „Ich fühlte in mir die alte Leidenschaft“, schreibt Goldoni in seinen Lebenserinnerungen, „das alte Feuer, die alte Begeisterung wach werden.“ Er stürzte sich sogleich in die Arbeit. Den Stoff hat ihm Sacchi gegeben. „Ich wusste, wie ich die Pointe des Stückes benutzen könnte, ich sah den Hauptdarsteller vor mir, ich brannte danach, mich in der alten Kunst zu versuchen…Bei Tage arbeitete ich für das Gericht, bei Nacht für das Theater.“ So entstand das Lustspiel IL servitore di due padroni, das bald darauf in Venedig mit Erfolg gespielt wurde. Es ist also, wie alle Stücke Goldonis, unmittelbar in Verbindung mit dem Theater entstanden. Regie: Toni Graschberger

Regie: Toni Graschberger