Der eingebildete Kranke

1673 wurde diese Komödie uraufgeführt mit einem überwältigenden Erfolg für Moliere. Doch, Ironie des Schicksals, eine Woche danach starb der Dichter am Ende seiner 4. Vorstellung des eingebildeten Kranken. Wie immer stellte Moliere eine Komödienfigur in den Mittelpunkt der Handlung. Eine Fortsetzung der Typenreihe: Tartuffe, Misanthrope, Geizige; jetzt also Hypochonder. Der kerngesunde Monsieur Argon bildet sich ein sterbenskrank zu sein und wird darin nur von seiner Frau bestätigt, die um ihr Erbe fürchtet. Alle anderen wollen ihm dies ausreden, doch gelingt es erst, als Toinette ihn überredet sich tot zu stellen, um sich von der Heuchelei seiner Frau zu überzeugen. So bekommt auch seine Tochter noch ihren von ihm lange verweigerten Geliebten zum Mann, allerdings mit dem Versprechen, dass dieser Arzt werde. Schließlich: Sicher ist sicher!

Regie: Hans-Josef Becher