Einen Jux will er sich machen

1842 wurde diese Posse zum ersten Mal aufgeführt und noch heute zählt sie zu den Schätzen des heiteren Theaters. Es ist eine von Nestroy’s nachhaltigsten Erfolgen, unverwüstlich und unverwelkt in der Wirkung. Hier bewies Nestroy, dass er nicht nur satirisch oder zynisch sein konnte, sondern auch den Humor des Herzens bestens einzusetzen verstand. Sein Handlungsgehilfe Weinberl, der wenigstens einmal in seinem Dasein ein Abenteuer erleben möchte, ist voller Charme und Menschlichkeit, wie auch alle anderen Personen des Stücks. Weinberl benutzt die Abwesenheit seines Chefs um sich einmal in der Hauptstadt „einen Jux zu machen“. Doch das will gar nicht so recht gelingen. Erst als er sich in einer prekären Situation für einen anderen ausgibt wollen die Abenteuer kein Ende nehmen. Dieser Schwindel führt ihn jedoch von einer verzwickten Situation in die andere, so dass selbst er das Ende seines so sehr gewünschten Abenteuers herbeisehnt. Und dieses Ende kommt dann auch als Happy-End.

Regie: Herbert Müller