Der Geisterbräu

Alles deutet darauf hin: Der Geisterbräu“ könnte sich in der Tat wirklich in Trebgast zugetragen haben. Trebgast hat zwar kein Gymnasium, aber ansonsten ist hier alles vorhanden, bis hin zur Brauerei. Und die Menschen, die sowohl Spiel als auch Realität mit Leben füllen, gibt es hier wie dort. Vielleicht verbirgt sich sogar hie und da eine gewisse Lola Sapristi. Was liegt also näher, als die Spieler in ihrer heimatlichen Mundart reden zu lassen, also so, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Joseph-Maria Lutz wird’s uns verzeihen, der als echter Münchner sein Stück natürlich in bayerischer Sprache geschrieben hat, weil ihm halt das „Esperanto der deutschen Stämme“ das Hochdeutsch, so gar nicht lag. Der Geisterbräu ist eine Geschichte, die ohne Umweg über den Verstand direkt zu Herzen geht, eine zum Teil bissig-satirische aber zum anderen Teil dennoch gutmütige Zeichnung ländlicher Bräuche und bäuerlicher Charaktere und die haben nicht nur die bayerischsten unter den Bayern gepachtet, die gibt es auch bei uns in Oberfranken und warum nicht auch in Trebgast.

Regie: Jürgen Peter