Der Holledauer Schimmel

Der Holledauer Schimmel Auch wenn der Schimmel in Lippls Stück ein „Holledauer“ ist, so könnte er aber auch ein „Trebgasttaler“ sein. Die Handlung um zwei verfeindete Dörfer ist überall möglich und selbst heute noch nicht undenkbar, wenn man an die Streitereien auf den Fußballplätzen, in den Tanzsälen, bei der Flurbereinigung oder in der hohen Politik denkt. Lippl zeichnet herrlich seine dörflichen Charaktere, stellt ihre Schwächen heraus und ihre Verletzlichkeit trotz aller polternden Kraftprotzerei. Er lässt seine beiden Dörfer sich „zusammenraufen“ und dann wieder „zusammenschlagen“. Man versöhnt sich, um sich gleich beim nächsten Problem wieder zu streiten. Doch auch die Liebe kommt natürlich zu ihrem Recht, sie überwindet alle Hindernisse und hilft mit, zum guten Ende beizutragen. Köstlich die List, die sich der Totengräber einfallen lässt, um seinen verstoßenen Bruder wieder zu seinem Recht zu helfen. Mehr sei hier nicht verraten. Ein Stück voller prallen Lebens, mit turbulenten Aktionen und herzerfrischenden Humor. Ein Volksstück, das die Reihe der Trebgaster Lustspiele würdig fortsetzt.

Regie: Jürgen Peter