Von einem der auszog, das Fürchten zu lernen

Von einem der auszog, das Fürchten zu lernen Aus der Märchensammlung der Gebr. Grimm von über hundert Stücken, hat sich die Naturbühne einmal ein nicht so bekanntes herausgesucht. Es ist jedoch eines der reizvollsten Märchen, da es schon in der Originalvorlage wesentlich mehr Handlung besitzt als die anderen. So ist es gar nicht nötig, noch etwas dazuzuschreiben, sondern nur die Geschichte auf die Bühne umzusetzen. Ein Junge bringt seine ganze Umgebung aus der Fassung, da er sich vor nichts fürchtet. Jeder redet auf ihn ein, dass man sich vor vielen Dingen gruseln muss. Doch er weiß nicht, was das ist und si beschließt er, in der Welt herumzugehen und das Gruseln zu lernen. Alle die er trifft, fragt er, ob sie ihm dabei helfen, doch immer vergebens. Niemand kann ihm einen Schrecken einjagen, selbst die Gespenster, die in vielfältiger Art auftreten, bringen ihn nur zum Lachen. So sind es am Ende die Gespenster, die sich vor ihm fürchten, statt umgekehrt. Heinz Wunderlich hat den Stoff mit vielen Überraschungen in Szene gesetzt und mit Musik und Liedern aufgelockert. Ein köstliches Vergnügen für Jung und Alt.

Regie: Jürgen Peter