Mirandolina

Diese klassische Komödie ist aus den Spielplänen der Theater nicht mehr wegzudenken. So wiederholt auch die Naturbühne dieses herrliche Stück um eine kokette Wirtin und deren Verehrer. Das erste Mal wurde es 1968 gegeben. Schauplatz ist eine „Locanda“, eine Art Hotel garni, in Florenz. Mirandolina ist eine hübsche und intelligente Wirtin. Von den Männern verehrt, hat sie nur Spott für ihre Verehrer, obwohl sie zur treuen Ehefrau wie geschaffen scheint. Zwei ihrer Verehrer sind lächerlich bis tragikomisch: der verarmte, ewig schmarotzende, doch grotesk adelsstolze und hochmütige Marchese die Forlipopoli, und der materialistische, allein auf seinen Reichtum pochende, doch gutmütige Graf von Albafiorita. Der fast ebenbürtige Gegenspieler Mirandolinas ist der Cavaliere di Ripafratta, ein selbstzufriedener Junggeselle, der die Frauen ungefähr so störend empfindet wie Mirandolina die Männer. Mit List macht Mirandolina den Frauenfeind in sich verleibt: ein Triumph freilich, der sie beschämt, so dass sie nun erste reif wird, den redlichen Kellner Fabrizio zu heiraten.

Regie: Wolfgang Rostock