Der verkaufte Großvater

Küfner lebt mit seinem Sohn Fritz, einer Magd und seinem Schwiegervater – von allen „Der Großvater“ genannt – auf seinem verschuldeten Anwesen. „Dass er sich immer um den Großvater kümmert“, hat Küfner seiner sterbenden Frau versprechen müssen. Es ist aber sehr schwer, mit dem „alten Spitzbuben“ fertig zu werden. Eines Tages taucht der Bauer Schleicher bei Küfner auf, um seine Tochter Eva mit Küfners Sohn Fritz zu verheiraten. Die beiden jungen Leute lehnen dies aber ab. Im Gespräch der beiden Bauern erfährt Schleicher von Küfners Sorgen mit dem Hof und über die „Müh und Plag“ mit dem Großvater. Da macht Schleicher, der überall als habgieriger Mensch bekannt ist, einen seltsamen Vorschlag: „Ich kauf Dir den Großvater ab“. Für DM 1000.- wechselt dieser den „Besitzer“ und ist von nun an auf dem „Schleicher Anwesen“, wo nach einiger Zeit auch Fritz auftaucht und sich als Knecht ausgibt. Natürlich verlieben sich Fritz und Eva, und der Großvater unterstützt diese Liebe. Wir erfahren auch, warum Schleicher für den Großvater DM 1000.- ausgegeben hat: aus einem Brief hat er erfahren, dass der Großvater zwei Häuser besitzt, die man eines Tages erben könnte. Der Großvater durchschaut natürlich alles und spielt mit den Schleichers sein Spiel, bis eines Tages herauskommt, dass die Geschichte mit den zwei Häusern nicht stimmt. Von diesem Moment an ist es aus mit dem „schönen Leben“ des Großvaters, und auch aus der Heirat von Eva und Fritz, der sich mittlerweile zu erkennen gegeben hat, soll nicht werden. Ist nun alles aus, oder hat das „alte Schlitzohr“, der Großvater, doch noch einen Trumpf im Ärmel?

Regie: Jürgen Peter