Ein Sommernachtstraum

Am Hof eines sagenhaften Herzogtums, zu dem auch ein nahegelegener, von Naturgeistern belebter Wald gehört, beginnt der Sommernachtstraum. Hermia, eine Bürgertochter, liebt Lysander, und Lysander leibt sie. Aber auch Demetrius liebt Hermia. Ihn und nicht Lysander möchte Hermias Vater zum Schwiegersohn haben. Demetrius wiederum wird von Helena geliebt, Hermias Freundin. Demetrius liebt sie aber nicht. Als Hermia und Lysander fliehen, verfolgt Demetrius sie; ihm folgt in verschmähter Liebe Helena. Im Walde verirren sie sich. Hier aber herrschen Oberon und Titania, das Elfenkönigspaar. Er befiehlt seinem dienstbaren Geist, Puck, der Spaß an Chaos und verwirrenden Spielen hat, Titania mit dem Saft einer Blume im Schlaf zu verzaubern: Erwachend wird sie dann das erste Wesen, das sie erblickt, inbrünstig lieben. So zieht sie dann den braven Handwerker Zettel auf das Liebeslager, zum allergrößten Schrecken seiner Freunde, die mit ihm im Walde ein Theaterstück probieren wollen. Dieses Stück um die tragische Liebe von Pyramus und Thisbe wollen sie bei der Hochzeitsfeier ihres Fürsten aufführen. Puck träufelt seinen Zaubersaft nicht nur Titania, der Elfenkönigin, in die Augen, sondern auch den geflüchteten Liebenden. So lieben, begehren und verfolgen sie sich, erleben und erleiden die Stärke und die Ohnmacht des Liebens und Geliebtwerdens. Erst als der Morgen nach dieser Mitsommernacht heraufzieht, erlösen Oberon und Puck alle Verwirrten aus ihren Verzauberungen. Titania kehrt zu Oberon zurück, und die Handwerker können das Spiel von der tragischen Liebe zwischen Pyramus und Thisbe vor glücklich Liebenden aufführen.

Regie: Wolfgang Rostock