Helden

Der Schweizer Hauptmann Bluntschli, Freiwilliger in serbischen Diensten, hat seine Patronentaschen mit Schokolade statt mit Munition gefüllt und ist stolz darauf, in der Schweiz den höchsten Rang zu besitzen, den es gibt, nämlich freier Bürger. Auf der Flucht vor den Bulgaren steigt er in das Schlafzimmer der jungen Bulgarin Raina. Er klärt sie auf über das Scheinheldentum ihres Verlobten, des arroganten Husarenmajors Sergius. Bluntschli, der „Pralinesoldat“, der Heldenposse und Kriegspathos durch sein bloße, nüchterne Anwesenheit lächerlich macht, ist ein ungemein tüchtiger Soldat, dem es nur auf den erzeilten Erfolg, nicht auf romantische Phrasen ankommt. Dieser Soldat besitzt die von Shaw allein anerkannte Art von Heldenmut: „Zeigen Sie mir einen Mann, der jeder Macht auf Erden, die ihn zwingen wollte, gegen seinen Willen oder sein Gewissen zu handeln. Trotz bietet! Nur ein solcher Mann hat Mut.“ Diese Komödie bezieht ihre Komik aus der Gegenüberstellung des geschäftsmäßig handelnden Bluntschli und der patriotisch-pathetischen Soldatenideale, wobei Bluntschli den anderen haushoch überlegen ist.

Regie: Jürgen Peter

weiblich
Katharina Ingeborg Peter
Raina Catrin Pertz
Luka Christina Bräunling

männlich
Pawel Petkoff Michael Lehner
Sergius Saranoff Gerd Kammerer
Bluntschli Alfred Förster
Nikola Wolfgang Hottaß
Russischer Offizier Andreas Gebel