Die drei Eisbären

Vitus zählt zu den erfolgreichsten Lustspielautoren des 20. Jahrhunderts. „Die drei Eisbären“ har er bereits 1933 unter dem Titel „Die drei Blindgänger“ geschrieben. Sie sind seither immer unter den Top 5 der beliebtesten bayerischen Komödien zu finden. Alle großen Volksschauspieler waren in diesem Stück zu sehen. Auch viele Fernsehfassungen hat es bereits gegeben. Es handelt sich um drei Brüder, die zusammen mit der Haushälterin Vroni, einen einsamen Bauernhof bewirtschaften. Die drei Brüder haben sich versprochen immer zusammen zu bleiben um den Hof zu erhalten. Damit ist natürlich auch eine Heirat für die drei ausgeschlossen. Das hindert, zumindest die beiden älteren nicht daran, sich unter den weiblichen Wesen umzuschauen. Eines Tages erkrankt die Vroni und die drei müssen allein zurechtkommen. Das Chaos ist unvermeidlich. Hausfrauenkünste sind gefordert. Aber selbst Eier kochen scheint schon zu schwer zu sein. Zu allem Überfluss wird auch noch ein Baby vor ihrer Tür abgelegt. Was ist zu tun? Ein Säugling ist für die drei ein unbekanntes Wesen. Etwas „außerirdisch“ wird es deshalb behandelt. Ob das Kind schon Schweinebraten essen kann? Auch Vroni kann vom Krankenbett aus, und selbst ohne jegliche Erfahrung, wenig helfen. Schließlich wird der Pfarrer befragt und der empfiehlt eine Kindsmagd einzustellen. So kommt die junge Marlene auf den Hof und bringt größte Unruhe herein, denn so eisig sind die drei „Bären“ nun doch wieder nicht. Es beginnt eine groteske Balzerei um die Magd. Die verliebt sich in den jüngsten, der aber so unerfahren und schüchtern ist , dass es vieler listiger Ideen bedarf um ihn zum Liebesgeständnis zu bewegen. Die Bearbeitung verlegt die Handlung in die Sechziger Jahre und bringt damit mehr Spielwitz und mehr Tempo mit. Auch werden die Beweggründe der Heiratsmuffel verändert und damit für uns schlüssiger, was zusätzliche Rahmenhandlungen und Personen ermöglicht. Also eine Überraschung und ein großes Vergnügen, auch für die, die das Stück vielleicht schon mehrfach gesehen haben.

Regie: Günther Heumann

weiblich
Vroni Sonja Bayer
Marlene Christina Kießling
Maria Antje Feulner
Anna Nadja Wittauer
Witwe Burger Anita Albert
Sanitäter 1 Amelie Ramming

männlich
Peter Jsoeph Maisel
Paul Bernd Gut
Lukas Daniel Pufke
Huber Peter Molnar
Pfarrer Sigi Dupke
Sanitäter 2 Wolfgang Hofmann