von Moritz Weinmann

30 700 Besucher kamen auf die Naturbühne Trebgast

Vorsitzender Siegfried Küspert zog unmittelbar nach der letzten Vorstellung der Spielzeit 2018 eine positive Bilanz.

"Die Festspiele der Naturbühne Trebgast wurden dieses Jahr im wahrsten Sinne des Wortes zu echten Sommerfestspielen. 30 700 Besucher konnte das Ensemble mit seiner Schauspielkunst begeistern. Siegfried Küspert dankte allen Aktiven vor, auf und hinter der Bühne sowie den Förderern und Sponsoren und dem Gastro-Team des Theatergartens um Bobbie Schulz. "Durch die herausragenden Leistungen aller wurden die Trebgaster Sommerspiele 2018 zu einem Highlight in der oberfränkischen Kulturszene."

Siegfried Küspert fragte bei der Abschlussfeier in die versammelte Runde der Aktiven, wer denn dieses Jahr bei seinem Einsatz auf der Bühne überhaupt einmal nass geworden ist. Es waren so wenige, wie lange nicht mehr. Aber die so lange andauernden extremen hohen Temperaturen hatten oft auch ihre Schattenseiten. Für die Schauspielerinnen und Schauspieler in teilweise schweren Kostümen, beim Kulissenumbau oder beim Parkplatzdienst, war das manchmal eine sehr schweißtreibende Angelegenheit. Trotzdem wurde überall der Hitze getrotzt und hervorragende Arbeit geleistet. Einen nicht unwesentlichen Anteil am Erfolg dieser Saison hat die Investition in eine neue Licht- und Tontechnik, die mit Hilfe eines Leader-Programmes, und der finanziellen Unterstützung der Oberfrankenstiftung und des Landkreises installiert werden konnte. Der Vorsitzende verschwieg nicht, dass es zeitweise auch Schwierigkeiten im personellen Bereich gab. Angefangen von plötzlich auftretenden gesundheitlichen Problemen bis zu unvorhersehbaren Unfällen. Doch hier zeigten sich der Zusammenhalt und das Engagement, mit dem in diesen Situationen angepackt wurde, um diese Lücken zu schließen.

Dieter Krause, einer der Urgesteine, der seit über 60 Jahren auf der Bühne "zuhause" ist, drückte es wahrscheinlich am deutlichsten aus: "Wir haben auf dem Wehlitzer Berg schon ganz andere Probleme gelöst." Ihm, Moritz Weinmann, Rita Molnar und Werner Eberhardt, der, seit er in Rente ist, in dieser Saison täglich mindestens 12 Stunden auf der Bühne verbracht hat, dankte der Vorsitzende besonders und überreichte ein Geschenk, weil sie in diesen Situationen über das normale Maß hinaus bereit waren, zusätzliche Aufgaben zu übernehmen.

Aber auch wenn es Siegfried Küspert nicht so klar aussprach: Bei so vielen "Künstlern" und verschiedenen Charakteren bleibt es auch nicht aus, dass der oder die eine oder andere manchmal meint, sich durch nicht abgestimmte Maßnahmen "in den Vordergrund zu spielen" und damit zwischendurch immer mal wieder für Unruhe sorgt. Darauf könnte der Vorstand gerne verzichten.

Landrat Klaus Peter Söllner gratulierte, auch im Namen von Bürgermeister Werner Diersch, zu dieser tollen Saison. Die Abschlussfeier sei wieder eine Inszenierung für sich. Sie spreche für die Einstellung und den Gemeinschaftsgeist der aktiven Mitglieder in diesem Verein. "Ich bin stolz, Euer Protektor sein zu dürfen und freue mich schon auf eine neue Saison 2019."

Gemäß dem Motto "Nach dem Spiel ist vor dem Spiel" gab der Vorsitzende bereits einen Ausblick auf die kommende Saison. Sie startet am 17. Mai 2019 mit der Premiere des Klassikers "Pygmalion". Es folgen am 24. Mai das Kinderstück "Pippi im Taka-Tuka-Land", am 7. Juni "Die Wanderhure", und am 14. Juni das Volksstück "Das sündige Dorf". Mit dem Projekt "Musik aus Sachsen trifft auf Schauspiel aus Franken" wird unter dem Motto "Mozart" ein besonderer Musik- und Theatermix mit einem Kammerorchester aus Zwickau vorbereitet. Das Projekt wird am 29. Juni in Trebgast und am 30. Juni im sächsischen Glauchau zu sehenOptik Lindlein - Ihr Sehspezialist in der Region und zu hören sein wird. Mit einem spektakulären Eis- und Dessertbüfett des Weismainer Konditormeisters Franz Besold fand die Feier der Naturbühnen-Familie ihren gebührenden Abschluss."

 

15.08.19 Dieter Hübner

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